Was sollte man bei der Anschaffung eines Firmenwagens beachten?

Das Handelsblatt hat einen neuen Artikel zum Thema Firmenwagen veröffentlicht. Viele Arbeitgeber belohnen ihre Mitarbeiter mit einem Dienstwagen, den die Arbeitnehmer auch privat nutzen dürfen. Der Fiskus wertet die Annehmlichkeit zu einem geldwerten Vorteil, den die Arbeitnehmer versteuern müssen. Im vergangenen Jahr hat der Bundesfinanzhof ein Urteil gesprochen, das die Fahrer von Firmenwagen entlastet.

Wer sich an den Kosten für einen Dienstwagen beteiligen muss, konnte früher nur die pauschalen Zuzahlungen steuerrechtlich geltend machen. Seit Inkrafttretens des neuen Urteils werden auch individuelle Zuzahlungen, wie beispielsweise Benzinkosten, anerkannt. Es gibt zwei verschiedene Methoden, um den geldwerten Vorteil zu versteuern. Entweder können Arbeitnehmer die 1-Prozent-Regel verwenden oder ein Fahrtenbuch führen. Das Fahrtenbuch ist vorteilhaft, wenn das Fahrzeug hauptsächlich für berufliche Zwecke genutzt wird. Von großer Beliebtheit ist bei Arbeitgebern das Firmenwagenleasing bei der Beschaffung von Firmenwagen.

Wie findet man den passenden Firmenwagen?

Für den regelmäßigen Besuch von Geschäftspartnern, Kunden, Messen sowie Events wird ein Transportmittel benötigt. Dienstwagen sorgen für Flexibilität und sind gleichzeitig ein Anreiz für potenzielle Mitarbeiter im Rahmen des Recruiting-Prozesses. Unternehmen, die ihren Mitarbeitern einen Dienstwagen zur Verfügung stellen, werden attraktiver wahrgenommen. Zusätzlich repräsentieren Firmenwagen das Unternehmen und ermöglichen ein professionelles Auftreten gegenüber Kunden und Partnern.

Besonders für Start-ups, die nicht viel Kapitel investieren können, stellt sich die Frage nach dem passenden Firmenwagen. Dabei ist zuerst zu prüfen, ob das Fahrzeug ein Neuwagen sein muss oder ob ein Gebrauchtwagen ausreichend ist. Außerdem ist der Aspekt eines umweltschonenden Fahrzeugs ein wichtiger Gesichtspunkt. Grundsätzlich gilt, dass der Kauf eines Fahrzeugs die Liquidität des Unternehmens einschränkt.

Der Kauf ist eine Investition in das Anlagevermögen und die Betriebsausstattung eines Unternehmens. Bei einem Kauf stellen sich Fragen zur Finanzierung sowie des Liquiditätsmanagements. Für Unternehmer ist es essentiell, die Vorteile eines eigenen Fahrzeugs, gegenüber Leasing- und Carsharing-Angeboten abzuwägen. Leasing ist schonender für die Liquidität eines Unternehmens. Gleichzeitig steigen durch das Leasing die monatlichen Fixkosten. Beim Firmenwagen Leasing können die monatlichen Raten sowie möglicherweise vereinbarte Sonderzahlungen und die laufenden Betriebskosten für den Firmenwagen steuerrechtlich abgezogen werden.

Falls ein Fahrzeug privat und dienstlich genutzt wird, kann lediglich ein Teil der Fahrten als Betriebsausgabe abgezogen werden. Damit der Anteil der privaten Nutzung festgestellt werden kann, gibt es zum einen die Ein-Prozent-Regelung, was eine Nutzungspauschale ist. Zum anderen gibt es die Möglichkeit, alle tatsächlichen Fahrten in einem Fahrtenbuch festzuhalten. Falls der Firmenwagen nur zu einem geringen Anteil privat genutzt wird, können mit dem Fahrtenbuch einige hundert Euro gespart werden.

Bei dem Fahrtenbuch muss lediglich der Anteil der privaten Nutzung versteuert werden. Zu den beliebtesten Automarken für Dienstwagen zählen bei den Deutschen BMW, Audi, Mercedes und Volkswagen. Ob man einen Firmenwagen erhält, hängt von der jeweiligen Branche, der Größe des Unternehmens und dem Gehalt des Mitarbeiters ab.

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