Factoring – Absatzwirtschaft kurz erklärt!

Factoring ist ein Begriff, der schon seit einigen Jahren in diversen Branchen herumgeiestert und scheinbar immer wichtiger wird. Im Prinzip ist es auch kein neues Wirtschaftsinstrument, sondern viel eine der ältesten Formen der Unternehmensfinanzierung, denn es kann branchenübergreifend als Werkzeug zur Optimierung des Bargeldbestandes in Unternehmen genutzt werden. Heute verwenden es bereits sehr viele Unternehmen sowohl als kurzfristiges wie auch als langfristiges Instrument zur Optimierung der Bilanz eines Unternehmens. Dabei ist Factoring in bestimmten Branchen sehr verbreitet, beispielsweise in der Bekleidungsindustrie, wo es oft sehr große Außenstände von Forderungen als Teil des Geschäftszyklus gibt. Sie sehen schon, dass Factoring genau in jenen Branchen viel Sinn macht, wo es sehr hohe Forderungen gibt, die aber nicht sofort beglichen werden.

Was ist eine branchenübliche Transaktion im Factoring?

Bei einer typischen Factoring-Vereinbarung tätigt der Kunde einen Verkauf, liefert das Produkt oder die Dienstleistung und schreibt eine Rechnung. Nur die wenigsten Rechnungen werden auch sofort bezahlt. Im Prinzip geschieht dies auf einer breiten Ebene nur in einem Supermarkt und hier kommt es auch schon durch den Online Handel zu massiven Veränderungen. Dennoch zahlen die meisten Kunden auch heute noch in einem Supermarkt Ihre Rechnung sofort. Im Normalfall wird aber eine Rechnung ausgestellt und die Rechnung wenig später auch bezahlt. Dazwischen liegt aber eine Zeitspanne die je nach Konditionen und Zahlungsmaterial der Kunden auch unterschiedlich lange sein kann. Der Factor tritt sozusagen nun als Sponsor auf und erwirbt das Recht auf dieser Rechnung bzw. den offenen Betrag einzuheben. Die Rechnung wird dem ursprünglichen Aussteller der Rechnung aber abgekauft und in der Regel passiert dies zu einem Wert unterhalb des Nennwertes. Der Faktor zahlt sofort eine bestimmte Höhe des offenen Betrages aus. In der Regel liegt der Betrag zwischen 70 und 80 Prozent des offenen Betrages. Der Kunde zahlt nun an diesen Sponser jenen Betrag, der ursprünglich auf der Rechnung steht.

Die Differenz ist somit die Gutschrift für den Sponsor.

Praktische Nutzung in brachen-vergleichender Form im Alltag
Früher wurde Factoring hauptsächlich von großen Unternehmen genutzt. Heute wird es aber zunehmend auch von kleineren Unternehmen genutzt und auch immer beliebter. Dennoch bleiben viele Fehlwahrnehmungen über Factoring auch in der Unternehmensführung bestehen. Es klingt das Grundkonzept zwar sehr einfach, es muss aber dennoch auch von Beratern strukutiert werden.